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Le Servagnin

 

     Der vor sechshundert Jahren in der Region von Morges eingeführte Servagnin war der erste in der Schweiz angepflanzte Pinot Noir. Die Winzer von Morges gaben der im letzten Moment vor dem sicheren Aussterben geretteten Rebe ihr einstiges Prestige zurück. Damit bringen sie ihren Willen und Ehrgeiz für die Weinbauregion Morges zum klaren Ausdruck.

 

 

  

Zur Geschichte…

 

Aus Liebe zum Pinot Noir, liess Philippe le Hardy, Herzog von Burgund, im Jahr 1395 den Anbau des Gamay an der Côte d’Or, renommierte Weinlandschaft im französischen Burgund, verbieten. Seine Tochter, Marie von Burgund, vermählt sich mit Amédée dem VIII, Herzog von Savoyen. Sie wird so zur Schlossherrin von Morges, dem damaligem zweiten Wohnsitz der Herrschaft von Savoyen.

 

Im Jahr 1420 flüchtet Marie, die Geburt ihres Kindes erwartend, die Pest und erholt sich in Morges und St.Prex. Um den Anwohnern dieser Region für ihre Gastfreundscfhaft zu danken, schenkt sie ihnen einige Weinstöcke des SERVAGNIN ( Synonyme des Pinot Noir), diese Rebsorte lag ihr, wie auch schon damals  ihrem Vater sehr am Herzen. Auf diese Weise kam der Pinot Noir in die Schweiz und wurde hier zum ersten Mal angebaut.

 

Dank dem ausgezeichneten Wein, der aus dieser Traubensorte gewonnen wird, verbreitet sich sein Anbau über den ganzen Kanton und während vielen Jahren  unter dem Namen Salvagnin.

 

Gleichwohl bevorzugt man ihm, am Anfang des letzten Jahrhunderts, ergiebigere Rebsorten. Sein Anbau wird seltener und er verschwindet 1960 fast ganz aus den Weinbergen.

 

 Zur selben Zeit übernehmen die Waadtländer Weinbauern den Namen Salvagnin und benutzen ihn als Sammelnamen aller Waadtländer Rotweine, aus welchen Rebsorten auch immer.

 

Aus den letzten zwei bestehenden Rebstöcken in St. Prex, Wiege und Erde seiner Ahnen, haben nun ehrgeizige Weinbauern der Region Morges mit viel Geduld und Können den Fortbestand dieser Rebsorte weitergeführt. Sie haben es teilweise geschafft, die ehemaligen Weinberge wieder herzustellen und arbeiten mit viel Leidenschaft daran, dieser Rebsorte ihr damaliges Renommee, unter dem Namen SERVAGNIN de Morges, wieder zu geben.

 

  

Beschreibung

 

Einzig die mit dem Pinot Noir, Klon Salvagnin, bepflanzten Weinberge, die sich im Gebiet der Appellation de Morges befinden, haben ein Recht auf den Namen Appellation Servagnin de Morges.

 

Die maximale Produktion von 50 Hektoliter pro Hektare darf nicht überschritten werden und die Trauben müssen mindestens 82 Grad Oechsle erreicht haben.

 

Ausnahmslos in Eichenholz-Fässern ausgebaut, muss sein Reifeprozess mindestens sechzehn Monate dauern. Er darf vor dem 1. April jeden Jahres nicht vermarktet werden.

 

Eine Prüfungs-Kommission, welche die genaue Einhaltung dieser Normen überwacht, gewährleistet den Namen Appellation Servagnin de Morges nur, nachdem sie anhand einer  strengen Weinprobe eine klare Übereinstimmung mit den Qualitäts- Anforderungen festgestellt hat.

 

Nur die Flaschen, welche den Anforderungen entsprechen, tragen den roten authentischen Flaschenverschluss des Servagnin von Morges.

 

 

 

 

 



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